Puntino

Hallo Nina,

seit fast einem Jahr gehört Pflegekater Puntino (früher Punto) jetzt richtig zu uns. 

Während er bei uns auf die besten Dosenöffner wartete, hat er sich langsam aber sicher in unsere Herzen geschlichen. Anfangs wollte er nur selten gestreichelt werden, nach drei Monaten kam er das erste Mal auf den Schoß zum Schmusen, jetzt fordert er es fast täglich ein.

Er ist total pflegeleicht, ausgeglichen und zufrieden. Allerdings ist er überhaupt nicht bestechlich, was eventuell beim Verabreichen von Tabletten Probleme geben könnte. Wir haben wirklich schon alles ausprobiert!

Immerhin konnten wir seine als Schlafplatz über alles geliebte Laptoptasche durch ein Weidenkörbchen ablösen. Inzwischen sein absoluter Favorit! Wo sein Körbchen steht, will auch er sein! Danach folgen der Kratzbaum, ein Karton mit Stroh ganz oben auf einem Regal, Fensterbretter, die Terrassenüberdachung und alle möglichen und unmöglichen Plätze. Bei  Sonnenschein liegt er am liebsten direkt neben der Terrasse unter einem Rosenstrauch.

Mit Begeisterung nutzt Puntino das Katzenklo im Keller unseres Nachbarn oder lässt sich in einer seiner Garagen einschließen. Beim Spielen setzt er mit Vorliebe seine Krallen ein und hackt sie in alles, was in seine Reichweite kommt. Ein Mensch muss schließlich auch ein bisschen Schmerzen aushalten können!

Er zwängt sich durch die kleinsten Löcher in irgendwelche Kartons oder durch die engsten Spalten, z. B. hinter den Computertisch und legt dort unsere Telefonverbindung lahm. Er quetscht seinen Kopf in die kleinste Gießkanne weil ihm genau dieses Wasser am besten schmeckt. Was er gar nicht leiden kann, ist die Katzenklappe. Durch das furchtbarschwere Plastikding muss man sich so umständlich durchdrücken. Viel praktischer wäre es, die Haustür ständig für ihn offen zu lassen. Regen geht gar nicht, jeder Tropfen ist zuviel. Kämmen ist eine blöde Erfindung und Bürsten wird nur in Ausnahmefällen geduldet.

Bisher hat Puntino - zum Glück - noch keine Vögel und Mäuse heimgebracht. Wir kommen aber auch so ganz gut über die Runden.

Bei Gefahr kann er sich gut hinter unserer Katze Tari verstecken, zu zweit kann man auch einer anderen Katze richtig Angst einjagen! Zeitweise lagen die zwei zusammen auf einem Platz und schliefen. Dann wiederum fielen sie so übereinander her, dass wir damit rechnen mussten, eine Nacktkatze unser eigen zu nennen .Inzwischen ist alles nicht mehr so extrem. Es gibt zwar nach wie vor Verfolgungsjagden durch’s ganze Haus aber das meiste Fell bleibt an den Katzen.

Liebe Nina, vielen Dank für Dein Vertrauen in uns, für Deine Unterstützung, für Deine vielen hilfreichen Ratschläge und natürlich für die allerbesten Katzen!

Viele liebe Grüße von Evelyn und Jürgen

 

Fenster schließen!