Macchia

Liebe Dorothea, Namens- und Berufskollegin,
  
erinnerst Du dich noch an die Übergabe von Macchia in Baden-Baden
letztes Jahr? Macchia- die weiße Hündin, ca. 3 Jahre alt, mit dem halben
weißen und halben braunen Gesichtchen?
  
Ich wollte Dir gern mitteilen, daß dies die beste Entscheidung von mir
in den letzten Jahren war, diesem Hund zu helfen. Ich höre Dich noch sagen,
daß Du diesen Problemhund nicht unbedingt weitervermittelt hättest,
wegen ihrer Angst und Panik. Ich wünschte, Du könntest sehen, wie sie sich
entwickelt hat. Klar, sie wird kein Draufgänger, aber sie hat soviel
Zutrauen und Vertrauen gewonnen. Früher bekam sie Panik vor sehr vielem, Autos,
rumliegende Felgen, wehende Äste, alles führte dazu, daß sie zitterte
wie Espenlaub. Heute nun, nach ca. 1,5 Jahren, wollte ich Dir gerne sagen,
wieviel wir gelernt haben und daß wir ein tolles Team sind. Wir gehen
durch dick und dünn, Macchia war schon zweimal mit mir in Griechenland, mit
Auto und Fähre, Hauptsache, Frauchen ist dabei. Ich liebe diesen zarten und
sensiblen Charakter von ihr, ich kann alles mit ihr machen, wenngleich
auch am liebsten ohne Zuschauer. Wir haben viele Hundefreunde, einige von Euren
Vierbeinern tummeln sich ja sowieso in Olching.
  
Es war mir einfach ein Bedürfnis, Dir all dies mal zu schreiben.
Macchia war ein Volltreffer und wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange
angekommen. Da steckt noch viel Lernmöglichkeit in dem Tier und es macht Freude,
einen Hund zusehen, der es gelernt hat, mit anderen Hunden zu spielen,
nach Mäusen und Maulwürfen zu buddeln (ohne sie zu töten, ich lege sie zurück ins
Nest!), der nach Kauknochen springt wie eine Katze, der sich im
Restaurant so tadellos benimmt, als wäre sie noch nie woanders gewesen, bei dem der
Charakter vor Leckerlis kommt. Und vieles mehr!
  
Eigentlich hat sie nur noch vor 2 Sachen richtig Angst: vor Gewitter,
Knall, Feuerwerk bzw. Stöcken, mit denen man rumwedelt.
Das zweite kann ich vermeiden und für Gewitter, welches sie zuhause
erlebt, habe ich ihr eine Hundehütte im Schlafzimmer aufgestellt, in
der sie sich verstecken kann.
Alles andere meistern wir mit viel Zuspruch, Liebe und Geduld.
  
Sie soll einfach ein schönes Leben genießen und all das ablegen
können, was man dieser kleinen Hundeseele angetan hat. Übrigens ist sie eine
richtige verschmuste Hündin geworden, wer hätte das gedacht?!
  
So, nun genug der Schwärmerei! Viel Erfolg weiter für Deine Arbeit!

  
Viele liebe Grüße
  
die andere Dorothea aus Olching

 


Fenster schließen!