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Projekte

 

 

       

      1. Mini Spay Day's 

      2. PROJEKT: KONTROLLE DER STRASSENHUNDE IN DER GEMEINDE VON ROCCA D’EVANDRO IN DER PROVINZ VON CASERTA/ SÜDITALIEN APRIL 2011

      3. Weitere Aktuelle Spay Day Berichte als PDF

      4. 19. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE

      5.  “STRASSENTIERPROBLEM-MANAGEMENT”

      6. Aquila - 2° Kastrationsaktion um den vielen Erdbebenopfern zu helfe 

      7. 14. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE

      8. Aquila - Hilfe fuer die vielen Erdbebenopfer

      9. 13. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE

      10. 12. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE

      11. 11. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE

      12. 10. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE

      13. INTERNATIONALER “SPAY DAY” 26. FEBRUAR 2009

      14. 9. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE

      15. 8. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE  

      16. 7. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE

      17. Wir waren wieder in Ladispoli 

      18. 5. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE 

      19. 4. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE  

      20. 3. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE  

      21. DIE TREMITI INSELN UND DIE STRASSENKATZEN…..

      22. 2. Straßenkatzenkastrationstag bei der LEGA PRO ANIMALE

      23. WIR HABEN MAL WIEDER ZUGESCHLAGEN ... ...  

      24. erfolgreiches Kastrationsprojekt: 200 Privathunde kostenlos kastriert

     

     

    DER LETZTE “SPAY DAY” – EINE  SEHR “HEISSE” ANGELEGENHEIT

    Am Freitag den 2. Juli 2010 fand der 19. “spay day” im Sterilisationszentrum der LEGA PRO ANIMALE in Castel Volturno/Süditalien statt. Es war ein wirklich heißer Tag, aber nicht nur wegen dem Wetter. Die Sonne brannte den ganzen Tag herunter und ließ Tierärzte und freiwillige Helfer fast an ihre Grenzen stossen. Eine Klimaanlage für die gesamte Klinik gibt es nicht. Die Hitze war durch die extreme Anzahl der zu kastrierenden Katzen nicht gerade besser erträglich: mit 135 Kaetzinnen, an nur einem einzigen Tag kastriert, wurde der absolute Rekord gebrochen. Zusammen mit den 52 Katern wurden 187 Katzen kastriert – von 8 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, mit nur einer kurzen Pause fuer das Mittagessen. Ein spezielles DANKESCHOEN geht an alle Beteiligten!

    Und auch dieses Mal kamen Katzen aus der gesamten Region Kampaniens. 74 verschiedene Betreuer hatten sie eingefangen. Die Nachfrage seitens der Bevölkerung ist riesig. Die LEGA PRO ANIMALE  könnte einmal pro Woche eine solche Aktion starten und es gäbe immer noch mehr Anfragen, aber leider fehlen die finanziellen Mittel.

    Kastrationen für Strassenkatzen sollten in Italien von Amtstierärzten kostenlos ausgeführt werden. In vielen Gebieten der Region Kampaniens ist dieser Service aber überhaupt nicht aktiv, in anderen wird „tröpfchenweise“ kastriert. Aber die Katzen vermehren sich nun mal sehr schnell: im Alter von 5 Monaten finden wir schon trächtige Kätzinnen. Viele haben vier Würfe pro Jahr mit durchschnittlich 4 Kätzchen pro Wurf. Nur „Massen“-Kastrationen können diesen Kreislauf stoppen. Alle verfügbaren Tierärzte sollten jeden Tag und überall kastrieren. Nach ein paar Jahren würde man das Ergebnis sehen: niemand, auch keine Touristen, würde sich mehr über halbtote und ausgemergelte Kätzchen, die im Müll nach etwas Essbarem suchen, beschweren.

    Das LEGA PRO ANIMALE TEAM ist fest entschlossen seine Präventivarbeit fortzusetzen und ist ständig auf der Suche nach Sponsoren um die Anzahl der angebotenen Kastrationen zu erhöhen.

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    “STRASSENTIERPROBLEM-MANAGEMENT”

    EIN FORTBILDUNGSKURS FUER 20 ITALIENISCHE TIERAERZTE

    Die deutsch-italienische Stiftung FONDAZIONE MONDO ANIMALE wurde im Jahre 2001 von der deutschen Tierärztin Dorothea Friz zusammen mit dem Deutschen Tierschutzbund e.V. in Bonn gegründet. Ihre Aufgabe ist es, durch Aufklärung und Ausbildung alles zu tun, um den Respekt  vor domestizierten Haustieren zu fördern. Die Stiftung ist von der italienischen Regierung als gemeinnützige Institution anerkannt. Im Gegensatz zum deutschen Steuergesetz, können Spenden nicht von der Steuer abgesetzt werden, aber die Steuerzahler können 5 pro Mille Ihrer Steuern (neben der Kirchensteuer von 8 pro Mille) einem solchen Verein zukommen lassen, wenn sie in ihrer Steuererklärung die Steuernummer der Stiftung eingeben.

    Die erste bescheidene Summe, überwiesen  vom Finanzamt, wurde dem Konto der Stiftung im November 2009 gutgeschrieben und der Verwaltungsrat hat beschlossen, diese Gelder in einen Fortbildungskurs für italienische Tierärzte zu „investieren“. Seit 2001 fanden verschiedene von der Stiftung organisierte Kurse statt, aber immer in irgendwelchen Sälen von Hotels oder  anderen Institutionen, dieses Mal zum ersten Mal nun im eigenen Unterrichtssaal. Dank einer Spende des Deutschen Tierschutzbundes und anderen Gönnern wurde die Garage des Kastrationszentrums der Stiftung in einen Vortragsraum umgebaut

    Die Situation auf Italiens Strassen ist tragisch, vor allem im Süden: Hunde und Katzen, oft in jämmerlichen Zustand, streunen überall herum und suchen im Abfall nach etwas Essbarem; sie werden oft von Autos angefahren. Tote Tiere liegen überall auf den Straßenrändern herum und werden nicht weggeräumt. Welpen und kleine Kätzchen werden zu Hunderten geboren. Viele verhungern oder sterben von Krankheiten befallen.

    Der Verwaltungsrat der Stiftung meinte dass ein Fortbildungskurs für Tierärzte (Amtstierärzte und freiberuflich arbeitende) hilfreich sein könnte, da diese Kategorie sich mit der Problematik befassen muss. 

    Der Kurs bestand aus 2 Teilen: dem theoretischen, der vom 3. bis 6. Mai angeboten wurde und dem praktischen Teil, der nach der Sommerpause im September beginnt.  Die Ergebnisse der Bewertungsbogen, die von den Teilnehmern des Theoriekurses abgegeben wurden, deuten auf einen Erfolg hin. Die Teilnehmer wurden sorgfältig aus den vielen Bewerbern ausgewählt, alle sind bereits irgendwie mit dem Problem der Straßentiere beschäftigt. Neben den theoretischen Vorträgen sind 2 private und ein kommunales Tierheim besucht worden.  

    Der erste Tag des 4-taegigen Kurses war auf das Management der Straßentier-Problematik fokussiert. Dr. Rosalba Matassa vom Gesundheitsministerium, verantwortlich für das Wohlbefinden der Tiere, erläuterte das Problem von einem politischen Standpunkt aus. Dorothea Friz  hat die Dynamik der Hunde- und Katzenpopulationen demonstriert. Das Thema von Tierheim und Tierschutz endete im Statement, dass „gute Tierheime, leere Tierheime“ seien, mit anderen Worten der „turn-over“ der Tiere sollte 100 % betragen.  

    Dr. Claudio Fantini hat über Euthanasie referiert: wann und warum diese notwendig ist und wie sie zu praktizieren ist. Dorothea Friz hat über effektive Maßnahmen, ein Straßentierproblem zu lösen, gesprochen. Sie hat den Begriff „holding capacity“ erklärt und demonstriert, warum das Einfangen und Töten von Tieren das Problem nicht löst, aber eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung für die Allgemeinheit darstellt. Das Einfangen von Hunden und ihre Haltung in Tierheimen ist nicht praktikabel, da diese Methode mit sehr hohen Kosten verbunden ist und vor allem ein großes Tierschutzproblem darstellt. Darüber hinaus wird das eigentliche Problem, wie beim Töten des Überschusses, nicht gelöst. Die Methode des Einfangens, Kastrierens und Wiederaussetzen der Tiere am Fangort ist auf der anderen Seite sehr effektiv und reduziert die Gesamtanzahl der Tiere im Gebiet in kürzester Zeit.

    Die Identifizierung und Registrierung der Tiere ist sehr nützlich und reduziert sicherlich die Anzahl der ausgesetzten Tiere. Die Aufklärung der Bevölkerung ist sehr wichtig. Jeder sollte wissen, wie man einen Hund oder eine Katze hält und wie man verhindert, dass das Tier erkrankt.

    Der letzte Vortrag des ersten Kurstages brachte Beispiele aus anderen Ländern und aus einigen italienischen Städten, die durch Kastrationsaktionen das Straßentierproblem in den Griff bekommen haben.

    Der 2. Kurstag war den verschiedenen Aspekten der Tierheimführung gewidmet (Tiere, Umgebung, Mitarbeiter, Verwaltung). Die Vorlesungen wurden von Dorothea Friz präsentiert.

    Professor Giuseppe Cringoli, Professor fuer Parasitologie an der Tiermedizinischen Fakultät der Universität Neapel erläuterte den Zusammenhang von Straßentieren mit für den Menschen ansteckenden Krankheiten.

    Am Nachmittag ist die gesamte Gruppe zur Besichtigung eines privaten Tierheimes in Castel Volturno aufgebrochen.

    Am Morgen des dritten Kurstages haben sich die Kursteilnehmer im kommunalen Tierheim von Santa Maria Capua Vetere getroffen. Es gab die Gelegenheit, ausführlich mit den verantwortlichen Tierärzten über die Problematik dieses Heimes zu diskutieren.

    Am Nachmittag, zurück im Zentrum der Stiftung, gab es den sehr interessanten Vortrag von Dr. Fantini über das italienische Gesetz zur Sicherheit am Arbeitsplatz mit dem Schwerpunkt auf der Arbeit mit Tieren in Tierheimen. Es folgte eine hitzige Diskussion.

    Der dritte Kurstag endete mit der Bewertung der besuchten Tierheime. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass das Tierheim der Lega Pro Animale das einzige war, welches dem Standard der Gesetze und den internationalen Richtlinien entsprach.

    Der vierte Tag war den chirurgischen Kastrationstechniken gewidmet. Dr. Luigi de Rosa und Dr. Giuliano Santamaria, beide Tierärzte des Sterilisationszentrums der  LEGA PRO ANIMALE, demonstrierten alle Details.

    Der theoretische Teil des Kurses endete mit einer brillanten Vorlesung von Dr, Stefania Petrera, Dozentin an der Roma University “La Sapienza”.  Sie erläuterte, wie die Aufklärung der Bevölkerung, speziell die Erziehung der Kinder und Jugendlichen zu einem ausgeglichenen Miteinander von “Menschen – Tieren – Umwelt” führen kann. 

    Der zweite (praktische) Teil des Kurses ist für September geplant. Die Teilnehmer werden praktische Erfahrungen im Operationssaal des Kastrationszentrums der LEGA PRO ANIMALE sammeln können. Unter der Aufsicht und Leitung der Tierärzte der LPA werden sie Hunde und Katzen kastrieren.

     Hier gibs noch mehr!

     

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    L‘ AQUILA

    2° Kastrationsaktion um den vielen Erdbebenopfern zu helfen

    LEGA PRO ANIMALE – ITALIEN

     

    Ein starkes Erdbeben hat im April 2009 die historische Altstadt und einige der umliegenden Dörfer von Aquila komplett zerstört. Viele Menschen fanden den Tod und über 70.000 haben ihre Wohnungen und Häuser verloren. Noch heute leben einige der Erdbebenopfer in Wohnwagen und viele in Containern.

    Das LEGA PRO ANIMALE „spay team“ ist zum ersten Mal im Oktober 2009 nach Aquila aufgebrochen, um den lokalen Amtstierärzten bei der Kastration hunderter von Katzen zu helfen, die in den Trümmern der Stadt lebten. Damals hatten wir über 260 Katzen kastriert und versprochen im Frühjahr wieder zu kommen. 

    Am Montag, den 12. April um 5 Uhr morgens, brachen wir dann auf: Dorothea und Giuliano, Tierärzte der LEGA PRO ANIMALE, Ambra aus Taranto und Valentina aus Neapel, beides junge Tierärztinnen. Das Kastrationsmobil und der kleine Transporter waren schon in den Tagen zuvor mit all den Dingen, die man für einen solchen Einsatz braucht, gepackt worden. 4 Stunden später trafen wir in Aquila ein, mitten in einem heftigen Schneesturm. Wir erreichten schlingernd das kommunale Tierheim und wurden herzlich von den Kollegen des Veterinäramtes empfangen. Die Freude war groß, als wir erfuhren, dass wir im Tierheim selbst einen ganzen Trakt zu unserer Verfügung hatten: es gab genügend Platz für eine OP-Abteilung, einen großen Raum für die Vorbereitung der Tiere, für die Narkose und einen Aufwachraum. Es gab auch eine Toilette nur für uns alleine mit heißem Wasser – welch außergewöhnlicher Luxus, wenn wir an die Zeit im Oktober zurück denken…. Diesmal haben wir sogar eine kleine Pension gefunden, wo wir übernachten konnten.

    Nachdem die Transporter ausgeladen und die Räume eingerichtet und vorbereitet waren, hätte es eigentlich losgehen sollen mit dem Operieren. Ich hatte alle freiwilligen Helfer vom Oktober angerufen und angekündigt, wann wir kommen würden. Sie sollten die Nachricht verbreiten und schon mal am Sonntag Katzen einfangen, damit wir am Montag morgens schon mit dem Kastrieren beginnen könnten. Das Veterinäramt hatte per Fax alle Tierschutzorganisationen vor Ort aufgefordert, so viele Katzen wie möglich während unseres Aufenthaltes zum Kastrieren zu bringen. Aber es war wie bei unserem ersten Einsatz: keine einzige Katze war vorhanden. Gegen Mittag trafen 2 Mitarbeiter des Veterinäramtes ein und sind mit unserem kleinen Transporter voller Fallen losgezogen. Am späten Nachmittag kamen sie mit 2 Katzen (!) zurück. Weitere 4 wurden von anderen Leuten gebracht, sodass am ersten Tag 6 Katzen von 4 hoch qualifizierten Tierärzten kastriert worden sind, die normalerweise 50 bis 60 Kastrationen pro Tag durchführen, wenn sie auf solchen Einsätzen arbeiten!

    Am nächsten Tag wurde die stattliche Zahl von 30 Kastrationen erreicht und ich beschloss – genau wie während unseres ersten Einsatzes in Aquila – selber auf Katzenfang zu gehen. Einige Adressen gab uns das Veterinäramt und ich fuhr los in die Dörfer, fragte nach Katzen und fand sie. Über ein Drittel der Gesamtanzahl der Katzen, die wir kastriert haben, ist von mir persönlich eingefangen worden.

    Die einzige Organisation, die einen bedeutenden Beitrag in den zwei Wochen unseres Aufenthaltes zur Kastrationsarbeit beigetragen hat, war die Zweigstelle der LEAL in Aquila. Sie hat ein Inserat in der Lokalzeitung gesetzt und viele Katzenbetreuer haben angerufen. Die Mitglieder dieser Organisation haben eine große Anzahl der Katzen eingefangen, die wir dann kastriert haben.

    Eine andere Organisation, die sich „99 gatti“ (= 99 Katzen) nennt, ist nach dem Erdbeben entstanden und kümmert sich vor allem um die Katzen in der zerstörten Altstadt von Aquila (so genannte „rote Zone“). Dort dürfen nur Personen und Fahrzeuge hinein, die von der Gemeinde eine Genehmigung haben und es sind noch sehr viele Katzen, die nicht kastriert sind. Sie werden regelmäßig gefüttert, was natürlich bedeutet, dass sie auch sehr viele Nachkommen haben werden. Dieses Mal war unser Operationszentrum ganz in der Nähe der Altstadt und ich hoffte sehr, dass wir vor allem dort arbeiten könnten. Ich hätte erwartet, dass die oben erwähnte Organisation, die all die Futterplätze und auch die Katzen kennt, uns hilfreich zur Seite steht, aber irgendwie hat es nicht geklappt. Sie haben den Mitarbeitern des Veterinäramtes wohl ihren kleinen Transporter überlassen, die aber ohne die Zone zu kennen nur wenige Katzen in der roten Zone aufgespürt haben. Die Benzinrechnung haben sie dann uns, der LEGA PRO ANIMALE, präsentiert.

    Insgesamt sind 274 Katzen eingefangen worden. Drei Kätzinnen und ein Kater waren schon kastriert, was wir erst in der Narkose feststellen konnten, da die Tiere keinerlei Identifikation aufwiesen. Wir haben in den zwei Wochen 270 Kastrationen durchgeführt (156 weibliche und 114 männliche Tiere). Alle Katzen wurden für Würmer und Flöhe behandelt, mit einem Mikrochip identifiziert und registriert und im Ohr mit einem großen grünen Punkt tätowiert, den man schon von weitem sieht. 75 Weibchen waren trächtig und 17 rollig während des Eingriffes. Das bedeutet, dass hunderte von kleinen Kätzchen gar nicht erst geboren werden, die wegen der Gefahren im Straßenverkehr und der Infektionskrankheiten nur eine winzige Überlebenschance gehabt hätten.

    Auch diese beiden Kastrationswochen sind hauptsächlich von der „The Anglo-Italian Society for the Protection of Animals“ in London/UK finanziert worden. Eine weitere finanzielle Unterstützung ist durch die Sammelaktion der deutschen Organisation „Pro Tier EU“ bereit gestellt worden. Alle Beteiligten Personen und vor allem die Katzen, denen wir helfen konnten, sprechen ihren allerherzlichsten Dank aus. Ein großes „DANKESCHOEN“ geht an die amerikanische Organisation „Friends of Roman Cats“, die die notwendige Anzahl handlicher und tierschutzgerechter Katzenfallen gesponsert hat.

     

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    Dorothea Friz, DVM

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    14° “SPAY DAY” FUER STRASSENKATZEN IM ZENTRUM DER

    LEGA PRO ANIMALE IN SUEDITALIEN

     

    Dieses mal waren es 105 Katzen (72 Weibchen und 33 Kater), die auf den Strassen eingefangen und ins Sterilisationszentrum der LEGA PRO ANIMALE gebracht worden sind. Unglücklicherweise hat es in der Nacht vor dem Operationstag geregnet und viele der Tiere, für die ein Termin ausgemacht wurde,  sind nicht in die Fallen gegangen.

    Und dieses Mal war es richtig aufregend: Am Donnerstag kam ein Mann von der Stromgesellschaft und teilte uns mit, dass wir am Freitag den 27° November – also unserem Kastrationstag – von 9 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags ohne Strom sein würden. Na super, dachte ich und Gott sei Dank verfügen wir über einen Generator; es sollte keine Probleme geben. Als wir dieses Gerät anschafften, habe ich an Notfälle gedacht und wollte einfach die wichtigsten Funktionen abgedeckt haben. Natürlich habe ich nicht an Kastrationstage gedacht, an denen wir ohne Strom sein würden: der Autoklav verbraucht 2 Kilowatt in der Stunde und der läuft an solchen Tagen ununterbrochen um die Operationsbestecke zu sterilisieren. Wir haben einfach alle anderen Gebäude vom Strom abgeklemmt (und natürlich ist die Tiefkühltruhe mit unseren Essensvorräten aufgetaut!).  Normalerweise haben wir auch einen Heizofen, auf dem wir die Deckchen für die Katzen nach dem Eingriff aufwärmen. Die haben wir einfach auf den Autoklaven gelegt und das Problem war gelöst. Fast zu Beginn haben dann noch unsere OP-Leuchten den Geist aufgegeben (wohl wegen den Stromschwankungen, die der Generator erzeugt hat) und wir haben kurzerhand die Schreibtischlampen am OP-Tisch festgeschraubt und weiter ging’s . ……

    Die Kastration von Hunden und Katzen stellt die einzige Lösung dar, um das Angebot von Hunden und Katzen der Nachfrage anzupassen.  Eine einfache Rechnung: die 72 Kätzinnen, die wir an einem einzigen Tag kastriert haben, hätten im nächsten Jahr 4 mal Junge geworfen. Wenn wir „nur“ 3 Kätzchen pro Wurf rechnen, wären 864 Katzenwelpen zur Welt gekommen, von denen nur ein geringer Prozentsatz überlebt hätte. Die meisten sterben bei uns, bei Autounfällen oder an Krankheiten.

    Ich bin sehr froh, dass unsere „spay days“so gut von der Bevölkerung angenommen werden. Katzenbetreuer aus der gesamten Region Kampaniens rufen an, um Termine auszumachen. Der nächste Kastrationstag ist schon geplant (am 11. Dezember!) und schon nach 48 Stunden hatten wir 50 Katzen auf der Liste. Ich hoffe nur, dass wir genügend Gönner finden, dass unsere so wichtige Arbeit weitergeführt werden kann damit das größte Elend verhindert wird.

    Herzlichen Dank dem internationalen „spay team“: Teresa (Italien), Dora (Italien)), Isabella (Italien), Renate (Schweiz), Michelangelo (Italien), Celine (Deutschland), Eve (England), Lynn (England), Giovanna (Italien), Mena (Italien) and naturally to the vets: Gigi, Giuliano, Emanuele, Dorothea und Lorenzo.

     

    Dorothea Friz, DVM

    Presidente LEGA PRO ANIMALE

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    AQUILA

    HILFE FUER DIE VIELEN ERDBEBENOPFER

    LEGA PRO ANIMALE - ITALIEN

     

    Ein starkes Erdbeben hat im April 2009 die Altstadt von Aquila und einige der umliegenden Dörfer zerstört. Viele Menschen wurden getötet, zig-tausende waren ohne Dach über dem Kopf. Viele leben noch heute, 7 Monate nach dem Desaster, in Zelten. Und die Temperaturen laden nicht zum Kampieren ein.

     

    Dies hat das Team der LEGA PRO ANIMALE auch festgestellt, als es mit dem mobilen Operationssaal und über 40 Katzenfallen in Aquila eintraf. Eigentlich sollte schon im August mit dem Einfangen, Kastrieren und wieder Freilassen der vielen Katzen begonnen werden, die in den Trümmern der ehemaligen Wohnhäuser herumirrten und ihre Herrchen oder Frauchen suchten. An Futter mangelt es ihnen nicht. Seit den ersten Tagen des Unglücks werden sie regelmäßig und gut gefüttert: Mitglieder von Tierschutzorganisationen vor Ort (LAV, RAN onlus, 99 gatti AQ) fahren tagtäglich das gesamte Gebiet ab und bieten ausreichend Futter und frisches Wasser an. Und natürlich hat die Natur dann die Rechnung präsentiert. Frühling und Sommer sind die Hauptzeiten für die Paarung von Katzen und fast alle Weibchen brachten Junge zur Welt. Das Veterinäramt kam nicht nach mit dem Kastrieren und selbst dank der Verstärkung aus der anliegenden Region Reggio Emilia konnten nicht alle felinen Vierbeiner eingefangen und kastriert werden. Die Katzenschutzorganisation RAN onlus, die sich eigentlich um die streunenden Katzen im Gebiet des RAI Fernsehens in Rom kümmert, hatte die LEGA PRO ANIMALE aus Castel Volturno um Hilfe gebeten. Das war, wie gesagt im August. Und es dauerte bis Ende Oktober, bis alle Genehmigungen vorlagen.  

     

    Wir (das sind Dorothea und Giuliano, Tieraerzte der LPA und Ambra, eine Tierärztin aus Taranto) waren zutiefst betroffen, als wir in Aquila eintrafen. Noch nicht stadtkundig, haben wir uns prompt verfahren und sind mitten in der Altstadt gelandet. Rechts und links Häuser mit riesigen Rissen; komplett zerstört, wie ein Kartenhaus zusammengebrochen; eine Außenwand weggerissen und man sieht in ein Wohnzimmer mit Bildern an der Wand, die Tischdecke noch auf dem Tisch.……

     

     

    Wir haben das städtische Tierheim schliesslich erreicht und sind von den Amtstierarztkollegen herzlich empfangen worden. Leider war der Container, für den ich angefragt hatte, noch nicht bereit. Das Meeting mit den Tierschützern und freiwilligen Helfern aus Aquila, welches ich vorgeschlagen hatte, um unsere Aktionen zu koordiniere, fand nicht statt. Zudem gab es keine Unterkunft für uns: 70 km entfernt von Aquila haben wir einen Gasthof gefunden, der uns aufgenommen hat. Am nächsten Morgen, am Montag den 26. Oktober, haben wir dann den Container am Rande eines der Zeltlager übernommen, welches für die Menschen, die ihre Häuser und Wohnungen verloren hatten, errichtet worden war. Aber es gab ein Problem: Wasser lief zur Tür heraus und drinnen war alles überschwemmt. Männer vom Zivilschutz und vom Militär haben ihr Möglichstes getan, um den Schaden zu beheben. Am Ende haben wir das Wasser aber doch lieber abgestellt. Zum Händewaschen und zur Reinigung der Operationsbestecke mussten wir es eimerweise von einem Außenhahn abzapfen. Dann haben wir ausgeladen und aufgebaut. Eigentlich sollten schon Katzen zum Kastrieren vorhanden sein. Außerdem sollten wir drei freiwillige Helfer aus Aquila zur Seite haben, aber es kamen weder Katzen noch Helfer. Irgendwann zeigte uns ein junger Mann einige der  Tiere. Die meisten seien aber schon kastriert. Zusammen mit ihm haben wir einige der der Katzen eingefangen. Danach saßen wir wieder da, ohne Arbeit. Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass unsere Anwesenheit gar nicht sonderlich erwünscht war. Ich bin dann einfach alleine losgefahren, habe mit den paar Menschen, die in den Dörfern geblieben sind, Kontakt aufgenommen, nach streunenden Katzen gefragt. Sehr viele habe ich dann selbst gefangen.

     

     

    Nach fast 20 Eingriffen am ersten Tag, waren wir nicht gerade überarbeitet (auswärts kastrieren wir normalerweise 50-60 Katzen pro Tag), aber trotzdem sehr müde und wollten nicht nochmals 70 km zum Gasthof fahren, denn die Benzin- und Autobahnkosten hätten unser Budget gesprengt. Wir  haben versucht in Aquila eine Bleibe zu finden,  aber erfolglos. Einer der Amtstierärzte bot uns dann einen Camper an und der Zivilschutz stellte ein Bett samt Matratze zur Verfügung. Nach der Arbeit haben wir einfach unsere Arbeitstische zur Seite geschoben, das Bett aufgeschlagen und der OP-Vorbereitungsraum wurde zum Schlafzimmer. Wir durften die Toiletten und Duschen vom Camp benutzen. Ich habe mir nachts ganz genau überlegt, ob ich wirklich raus müsste, bei einigen Grad unter Null oder Regenschauern….. Gott sei Dank haben wir in der 2. Woche eine Pension in der Nähe gefunden.

     

    Vom 2. Tag an hat uns ein junger Mann aus Aquila geholfen. Tiziano ist  selbstständig auf Katzenfang gefahren und endlich hatten wir etwas zu tun. Ein weiterer freiwilliger Helfer kam dazu und zusammen mit den Katzen, die von einem anderen Team eingefangen worden sind, ist die stolze Zahl von 269 Tieren zusammen gekommen. Zwei sehr alte, total abgemagerte Kater mussten schnellstens von ihrem Leiden erlöst werden, denn beide hatten  aufgebrochene, nicht operierbare Tumore und konnten nichts mehr fressen.   Drei der weiblichen und eines der männlichen Tiere waren bereits kastriert, was leider wegen fehlender Markierung erst erkannt wurde, als sie schon in Narkose lagen. Eine dieser Katzen wurde vermutlich von der Flanke her operiert, weil keine Operationsnarbe auf dem Bauch sichtbar war. Wir haben erst während der Operation gemerkt, dass sie schon kastriert war. Insgesamt sind somit 264 Tiere operiert worden (121 männliche und 143 weibliche). Alle Tiere sind gegen Würmer und Flöhe behandelt worden. Außerdem wurden sie mit einem Mikrochip identifiziert sowie in den Ohren und an der Operationsstelle tätowiert. Da Katzen Stehohren haben, kann man nun schon von weitem den grünen Tätowierpunkt im Ohr erkennen.

      

       

    Gegen Ende der zweiten Woche hatte sich in Aquila herumgesprochen, dass wir Straßenkatzen kastrieren und es haben andere Katzenbetreuer angerufen. Einige dieser Tiere konnten wir noch kastrieren. Es leben aber noch hunderte von Katzen im Zentrum Aquilas und in den Dörfern der Provinz, die einzufangen und zu kastrieren sind. Wir hoffen, Sponsoren zu finden, die einen weiteren Einsatz im Frühling finanzieren, ehe die Kätzinnen wieder rollig werden und tausende von Kätzchen zur Welt kommen, die nur eine geringe Überlebenschance haben (Viruserkrankungen, Unfälle).

     

    Die beiden „spay weeks“ sind diesmal von der „The Anglo-Italian Society for the Protection of Animals“ in London finanziert worden, der alle Beteiligten ihren herzlichen Dank aussprechen. Ein großes Dankeschön auch an die amerikanische Organisation „Friends of Roman Cats“, die die notwendige Anzahl von handlichen und tiergerechten Katzenfallen gesponsert hat.

     

     

    Dorothea Friz, DVM

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    Postscheckkonto 80-5540-4

    Mit dem Vermerk: fuer LEGA PRO ANIMALE

      

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    DIE LEGA PRO ANIMALE WAR MAL WIEDER AKTIV: EIN NEUER “SPAY DAY” FAND STATT (Kastrationstag fuer Strassenkatzen)

     

    Ueber 40 Betreuer von Strassekatzen fieberten nervoes der neuen Ankuendigung auf unserer Homepages entgegen, in der das Datum fuer den naechsten „spay day“ angekuendigt wurde. In nur wenigen Tagen wurden ueber 120 Katzen angemeldet und wir konnten keine Tiere mehr annehmen.

    Das italienische Tierschutzgesetz schreibt vor, dass Strassenkatzen kostenlos von Amtstieraerzten kastriert und am Fangort wieder freigelassen werden muessen. Die Kollegen sind allerdings ueberbeschaeftigt mit der Lebensmittelkontrolle oder haben einfach keine Erfahrung im Operationssaal. Einige haben angefangen zu kastrieren, aber es sind viel zu wenige der Tiere, die operiert werden. Die meisten ignorieren einfach das Gesetz. Und wir alle wissen ja nur zu genau, was mit den meisten der ausgesetzten Kaetzchen passiert: sie werden von Autos ueberrollt, von Hunden zerfetzt oder von Krankheiten niedergestreckt. Manchmal kommen auch noch Menschen zu Schaden: Verkehrsunfaelle, weil man „fuer ein Tier“ bremst oder man erwischt den Schnupfen von einer kranken Katze.

    All diese Gruende haben die LEGA PRO ANIMALE dazu bewegt, den Amtstieraerzten bei der Gesetzesanwendung unter die Arme zu greifen um durch Kastrationen die Geburt von unerwuenschtem Nachwuchs zu verhindern. Immer auf der Suche nach den noetigen Finanzen fuer diese Eingriffe haben sich Sponsoren in der ganzen Welt gefunden, die neben unserer „normalen“ Arbeit in der Klinik auch noch die „spay days“ ermoeglichen. Angefangen haben wir mit diesen Sondertagen schon im Juli 2007 und am 2. Oktober fand der 13. „spay day“ statt: 94 Weibchen und 38 Kater wurden in nur einem Tag unfruchtbar gemacht. Damit haben wir insgesamt die stattliche Anzahl von 1407 Katzen noch zusaetzlich zu unserer Arbeit kastriert. 

    Und es gibt gute Nachrichten: zum ersten Mal in 25 Jahren bekommen wir einen kleinen Zuschuss fuer die Katzenkastrationen von der Region Kampanien. Wir wollen nun jeden Monat einen Kastrationstag anbieten und wir nehmen auch noch zusaetzlich zu unserer normalen Arbeit unter der Woche und vor allem mittwochs weitere Strassenkatzen an. Wer hier in der Region Kampanien wohnt und Katzen in seinem Parco oder Garten fuettert, kann 0823-859552 anrufen, um einen Kastrations-Termin auszumachen (von Montag bis Donnerstag). Wir leihen (gegen eine Kaution) Fallen und Kaefige aus.

    Bitte anklicken um zu vergroessern!      Bitte anklicken um zu vergroessern!

    Dorothea Friz, DVM

    President

    LEGA PRO ANIMALE

     

     

    BITTE HELFEN SIE UNS, DEN NAECHSTEN “SPAY DAY” MOEGLICH ZU MACHEN:

    In Italien:

    LEGA PRO ANIMALE

    Conto corrente postale: 10973816

    Codice IBAN: IT81 Q076 0114 9000 0001 0973 816

    Codice BIC/SWIFT: BPPIITRRXXX

     

    In Deutschland, wenn Spendenquittung erwuenscht:

    Deutscher Tierschutzbund e.V.

    Sparkasse Bonn, Konto Nr. 40444, BLZ 37050198

    IBAN: DE 88 37050198 0000040444

    BIC: COLS DE 33

    Mit dem Vermerk: fuer LEGA PRO ANIMALE

    Eine Spendenquittung wird Ihnen unaufgefordert zugestellt!

     

    In der Schweiz:

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    12° “SPAY DAY” FÜR STRASSENKATZEN  

    Zum zwölften Mal führte die LEGA PRO ANIMALE in Castel Volturno im südlichen Italien nahe Neapel einen ganzen Tag lang kostenlose Kastrationen für Straßenkatzen durch. Dieser  “SPAY DAY” stellte sich einmal mehr als großer Erfolg heraus: 115 Katzen (78 weibliche und 37 männliche) sind von ihren Betreuern eingefangen und zum „STERILISATIONSZENTRUM“ der LPA gebracht worden. 

     

    Vier Tierärzte, versiert in sicherer und schneller Kastrationstechnik, gerade auch im Umgang mit Welpen, und eine große Gruppe von freiwilligen Helfern aus aller Welt (USA, England, Deutschland, Ukraine) und natürlich auch aus Italien, haben unermüdlich von morgens 8 Uhr bis abends 18 Uhr im Team zusammen gearbeitet.

       

    Sämtliche Katzen haben die Operation gut überstanden und konnten von ihren Betreuern am nächsten Morgen wohlauf wieder abgeholt um freigelassen zu werden. 

    In Anbetracht der Tatsache, dass die Aktion vielen Katzenkindern einen leidvollen Tod in der Zukunft ersparen konnte, ist das Ergebnis mehr als überzeugend:

    13 Kätzinnen waren im Moment des Eingriffes trächtig – mit 62 Welpen in der Gebärmutter (das sind 4,8 Welpen pro Wurf). Eine sehr einfache Rechnung zeigt auf, dass durch diesen Einsatz nur im nächsten Jahr 900 Katzenwelpen weniger zur Welt kommen werden (78 Katzen x 3 Würfe x 4 Welpen pro Wurf = 936).

     

    In dieser Gleichung werden die Nachkommen weiterer Generationen noch gar nicht berücksichtigt, und das, obwohl eine Katze hier bereits im Alter von 5 Monaten das erste Mal trächtig wird….

      

    Nimmt man sich die Statistik zur Hand, kann man einfach nachrechnen, wie viele Katzen nur von den Tieren schon geboren worden sind, die am 10. Juli in die LPA gebracht wurden:

     

    11 Katzen waren unter 4 Monate alt, hatten also noch nicht geworfen.

    23 Katzen im Alter zwischen 5 und 12 Monaten hatten vermutlich schon mindestens einen Wurf, was an der Gebärmutter zu erkennen war: 23 x 4 = 92 Welpen.

    26 Katzen im Alter zwischen 1 und 3 Jahren hatten schon über 600 Welpen: 26 x 2 (mittleres Alter) x 4 (Welpen/Wurf) x 3 (Wurf/Jahr) = 624.  

    12 Katzen im Alter zwischen 4 und 7 Jahren hatten schon 720 Welpen:

    12 x 5 (mittleres Alter) x 4 (Welpen/Wurf) x 3 (Wurf/Jahr).

    6 Katzen über 8 Jahren hatten schon 576 Welpen.

    78 KÄTZINNEN HATTEN SCHON ÜBER 2000 NEUE KATZEN „PRODUZIERT“, BEVOR SIE KASTRIERT WORDEN SIND

     

    Anhand dieser Werte ist nun ersichtlich, weshalb die Straßenkatzen dieser Region derart zahlreich sind. Und aus diesen Fakten erklärt sich auch, warum so viele kranke Katzen und Welpen im Müll nach Futter suchen müssen. Viele dieser Tiere befinden sich in einem sehr miserablen Zustand, leiden an Infektionskrankheiten, die zu grausamen Entstellungen führen, wenn sie nicht ohnehin schon für die betroffenen Katzen tödlich enden. Katzen mit teilweise oder völlig herausgeeiterten Augen sind ein alltäglicher Anblick.

    Kastrieren bringt nur Vorteile! 

    Die Tierschutzorganisation LEGA PRO ANIMALE will ihre PRÄVENTIVARBEIT weiterführen und wenn möglich die Anzahl der Kastrationen noch erhöhen. Sponsoren und freiwillige Helfer werden dringend gesucht.

     

    BITTE HELFEN SIE MIT EINER SPENDE, DAMIT WIR WEITER KASTRIEREN KÖNNEN:

    In Italien:

    LEGA PRO ANIMALE

    Conto corrente postale: 10973816

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    In Deutschland, wenn Spendenquittung erwuenscht:

    Deutscher Tierschutzbund e.V.

    Sparkasse Bonn, Konto Nr. 40444, BLZ 37050198

    IBAN: DE 88 37050198 0000040444

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    11° “SPAY DAY”

    LEGA PRO ANIMALE

    CASTEL VOLTURNO/ITALIEN

    Die LEGA PRO ANIMALE hat am 15. Mai wieder einen “spay day” abgehalten (ein Tag, an dem Strassenkatzen kostenlos kastriert werden). Im vereinseigenen Sterilisationszentrum für Hunde und Katzen in Castel Volturno sind an diesem Tag 92 Katzen (68 weibliche und 24 männliche) durch einen chirurgischen Eingriff unfruchtbar gemacht worden. Die Tiere wurden von ihren Betreuern eingefangen und ins Zentrum gebracht. Dieser Service sollte eigentlich von den italienischen Amtstierärzten ausgeführt werden, wie es das Gesetz, welches vor 18 Jahren (!) verabschiedet worden ist, vorschreibt. Die Betreuer der Katzen müssen bei diesen oft 1-2 Jahre darauf warten, bis sie einen Termin bekommen. Das bedeutet, dass die Katzen nochmals 3-4 Würfe produzieren, bevor sie operiert werden. Und manchmal gebärt eine einzige Katze auch 7 Junge in einem Wurf! So wird die Anzahl der vielen Katzen, die oft sehr krank sind, nie geringer. Aus diesem Grunde hat die LEGA PRO ANIMALE im Sommer 2007 angefangen, kostenlose Kastrationen für Straßenkatzen anzubieten. Die Nachfrage ist riesengroß und das Telefon steht nicht still. Bis einschließlich Mai 2008 sind nur während dieser speziellen Tage 1159 Katzen unfruchtbar gemacht worden.

     

    Diese Initiative ist nur durchführbar, wenn genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und sich auch freiwillige Helfer finden, die bis zu 12 Stunden unermüdlich ihren Dienst tun. Der 11. „spay day“ konnte dank der finanziellen Hilfe der THE ANGLO-ITALIAN SOCIETY FOR THE PROTECTION OF ANIMALS“ in London und der folgenden Helfer aus aller Welt (Tierärzte, Mitglieder der LEGA PRO ANIMALE und andere tierliebe Menschen) stattfinden:

     

    Italien: ISABELLA, GIGI, GIULIANO, TERESA, ROSA, MICHELANGELO, GIOSUE’

    Benin/Afrika: LORENZO

    Holland: MARIELLE, MARLOES

    England: REBECCA, LYNDSAY 

    Ukraine: MIRA

    Deutschland: DOROTHEA

     

    Die LEGA PRO ANIMALE dankt allen Beteiligten und hofft auf weitere finanzielle Hilfe, damit solche Ereignisse sehr oft wiederholt werden können. Die Nachfrage ist groß. 

    VIELEN DANK IM VORAUS.

    Dorothea Friz, Präsident

    www.legaproanimale.de

    www.fondazionemondoanimale.com

     

    Spendenkonto Italien: 

    LEGA PRO ANIMALE

    Banco Posta

    IBAN: IT 81 Q 07601 14900 000010973816

    BIC: BPPIITRRXXX

     

    Oder über den Deutschen Tierschutzbund e.V. in Bonn

    Mit dem Vermerk: „fuer LEGA PRO ANIMALE“

    Sparkasse Bonn, Konto 40444, BLZ: 37050198

    IBAN: DE 88 37050198 0000040444

    BIC: COLS DE 33

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    10° “SPAY DAY” FÜR STRASSENKATZEN

    Das Jahr hat gut angefangen, mit dem Internationalen “spay day” am 26. Februar, 

    der aber in eine “spay week” in Tropea/Suedkalabrien verwandelt worden war ((200 Strassenkatzen kastriert (108 weibliche und 92 männliche). 

    Am 20. Maerz folgte dann der erste “spay day” (= Tag der kostenlosen Kastrationen für Strassenkatzen) des Jahres 2009 im Zentrum der LEGA PRO ANIMALE in Castel Volturno/Sueditalien. 

    Tieraerzte und freiwillige Helfer aus aller Welt haben harmonisch zusammengearbeitet und 105 Katzen (69 weibliche und 36 maennliche) 

    an einem einzigen Tag kastriert. 24 der weiblichen Tiere waren traechtig zum Zeitpunkt des Eingriffes und somit ist 107 Kaetzchen erspart geblieben, in eine nicht sehr tierfreundliche Welt geboren zu werden. 

    12 der Kaetzinnen waren rollig, das bedeuted, dass weitere Geburten verhindert wurden. Und vermutlich haetten sich auch die restlichen weiblichen Tiere bald gepaart.  Bei einem Mittelwert von 4,5 Kaetzchen pro Wurf haben wir durch unseren Einsatz die Geburt von insgesamt ueber 300 anderen Katzen verhindert. 

    Und das nur durch einen Tag Arbeit. Wenn nun andere Tierschutzorganisationen das auch so machen wuerden und solche „spay days“ immer oefter stattfaenden, koennte man das Problem mit den Strassentieren endlich in den Griff bekommen: 

    VORSORGE (= Kastrieren) ist besser als HEILEN (Verantwortliche suchen fuer den Tod von Menschen, die von Strassentieren angegriffen wurden, wie das in der letzten Woche in Sizilien passiert ist).

    BITTE HELFEN SIE MIT EINER SPENDE, DAMIT WIR WEITER KASTRIEREN KÖNNEN:

    In Italien:

    LEGA PRO ANIMALE

    Conto corrente postale: 10973816

    Codice IBAN: IT81 Q076 0114 9000 0001 0973 816

    Codice BIC/SWIFT: BPPIITRRXXX

     

    In Deutschland, wenn Spendenquittung erwuenscht:

    Deutscher Tierschutzbund e.V.

    Sparkasse Bonn, Konto Nr. 40444, BLZ 37050198

    IBAN: DE 88 37050198 0000040444

    BIC: COLS DE 33

    Mit dem Vermerk: fuer LEGA PRO ANIMALE

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    In der Schweiz:

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    INTERNATIONALER “SPAY DAY” 26. FEBRUAR 2009

    Letztes Jahr erfuhren wir einfach zu spät  von diesem wichtigen Tag und wir konnten die Bevölkerung vor Ort nur durch Werbetafeln entlang der Strasse informieren, ihre Hunde und Katzen kastrieren zu lassen. Aber dieses Jahr konnten wir diesen Tag sehr gut vorbereiten und ihn sogar zu einer “spay week” ausdehnen. Wir haben unseren mobilen OP und das kleinere Fangauto bepackt und sind am Montag den 23. Februar nach Tropea aufgebrochen, dies ist im Süden von Reggio Calabria. Wir, das sind: Giuliano (einer der LPA Tierärzte) und ich (Dorothea). Wegen endlosen Baustellen auf der Autobahn war die Reise sehr mühsam. Aufgrund von Schneewarnungen  in den Bergen und fehlenden Schneeketten waren wir gezwungen, eine Ausweichroute zu wählen. Nach 6 Stunden Fahrt sind wir dann endlich angekommen und wurden von einer großen Gruppe freiwilliger Helfer freudig  begrüßt. Sie kamen aus Tropea selbst, aber es waren auch Deutsche und Schweizer dabei, die uns halfen, das Kastrationsprojekt in die Tat umzusetzen. Nach einer Besprechung mit den freiwilligen Helfer wurde alles für den folgenden Tag vorbereitet, sprich der Transporter ausgeräumt und der OP aufgebaut. 

    Früh am nächsten Morgen saßen die ersten Katzen schon in den Fallen, die Aktion startete und erhielt vom Bürgermeister von Tropea und dem zuständigen Veterinäramt volle Unterstützung. In nur vier Tagen hat das Team 201 Katzen eingefangen (108 weibliche und 93 männliche). Eine der Katzen musste eingeschläfert werden, sie konnte nicht mehr gerettet  werden. 200 Katzen wurden kastriert und außer einer (die kurz nach dem Eingriff an Herzversagen verstorben ist) sind alle am Tag  nach der Operation an ihrem Futterplatz wieder ausgesetzt worden. 16 Katzen waren rollig und 54 waren trächtig mit insgesamt 235 Katzenwelpen, denen somit eine ungewisse Zukunft erspart wurde…

    Nachdem die Fallen und Käfige wieder zurückgebracht worden waren, traten wir Samstag vormittag den Rückweg an.

    Der „verlängerte“ SPAY DAY war ein großer Erfolg und die Bevölkerung reagierte sehr positiv auf diese Aktion. Einige  Einwohner haben davon gesprochen, dass sie ihre eigenen Katzen in Kürze auch kastrieren lassen wollen. Die Vertreter der Behörden waren ebenfalls sehr zufrieden und haben uns zu verstehen gegeben, dass sie sich freuen würden, wenn wir recht bald wieder kämen und die Aktion auch auf die umliegenden Gemeinden ausdehnen könnten.

    Dieses Mal war unser Einsatz vom Deutschen Tierschutzbund e.V. in Deutschland und der The Anglo-Italian Society for the Protection of Animals in England finanziert worden. Letztere hat auch die mobile Tierklinik und das Fangauto gesponsert. Ein Dankeschön auch an die amerikanische Organisation Friends of Roman Cats, die so viele handliche und sichere Katzenfallen gestiftet hat, damit wir gleichzeitig eine große Anzahl von wilden Katzen einfangen können.

    Insgesamt haben wir vermutlich über 70 % der frei lebenden Katzen kastriert, in den Nachbargemeinden von Tropea leben allerdings noch ganz viele weitere Katzen. Ein solcher sporadischer Einsatz reicht daher auf keinen Fall aus, das große Elend der vielen jungen Kätzchen zu verhindern. Das gesamte Team von Tropea hofft auf weitere Sponsoren, damit die nächste Kastrationsaktion bald stattfinden kann, wenn möglich noch vor der großen Touristensaison.

    Bilder

    BITTE HELFEN SIE MIT EINER SPENDE, DAMIT WIR WEITER KASTRIEREN KOENNEN:

    In Italien:

    LEGA PRO ANIMALE

    Conto corrente postale: 10973816

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    In Deutschland, wenn Spendenquittung erwuenscht:

    Deutscher Tierschutzbund e.V.

    Sparkasse Bonn, Konto Nr. 40444, BLZ 37050198

    IBAN: DE 88 37050198 0000040444

    BIC: COLS DE 33

    Mit dem Vermerk: fuer LEGA PRO ANIMALE / TROPEA

     

    In der Schweiz:

    Schweizer Gesellschaft fuer Tierschutz

    Postscheckkonto 80-5540-4

    Mit dem Vermerk: fuer LEGA PRO ANIMALE / TROPEA

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    “SPAY DAY”  Nummer 9

    Vielleicht war es zu kurz vor Weihnachten oder das Wetter hat mal wieder nicht mitgespielt, aber von über 100 weiblichen Katzen, die für unseren 9. „Spay day“ angemeldet worden sind, sind „nur“ 71 erschienen. Dazu sind 28 Kater gekommen und diesmal sind wir also nicht über die „100“-Grenze gekommen. Aber das ist ja doch schon eine tolle Leistung, insbesondere, da 3 freiwillige Helfer aus verschiedenen Gründen nicht kommen konnten und das haben wir erst am Morgen des „spay day’s“ erfahren. Rosa hat eine fürchterliche Grippe bekommen, das Auto von Michelangelo hat gestreikt und er hat es nicht flott bekommen und Eve hatten wir vergessen rechtzeitig zu informieren. Nichtsdestotrotz hat das restliche Team der LEGA PRO ANIMALE Unmögliches geleistet: Mena und Isabella haben die Tiere aufgenommen, die Käfige mit doppelten Etiketten versehen (obwohl das schon telefonische besprochen war, haben nur 10 % der Katzenbetreuer die Käfige markiert) und nummeriert. Lorenzo hat die Tiere in Narkose gelegt, Armando hat fast alle Kater kastriert und Gigi, Giuliano und Dorothea haben die weiblichen Tiere unters Messer genommen. Dora hat die Instrumente gereinigt und den Autoklaven bedient, Giovanna hat am Morgen die Tiere bis zum Aufwachen betreut und überwacht (sie ist spontan eingesprungen, musste dann aber ihre Kinder von der Schule abholen), und Teresa hat alle Tiere für die OP vorbereitet und nach der OP in ihre Käfige gebettet zwischen angewärmten Deckchen. Das ganze war ganz schön stressig, aber trotzdem haben alle Beteiligten die Ruhe bewahrt und bis zum Ende durchgehalten.

    Einige der Tiere waren schon frühträchtig (trotz der winterlichen Kälte!) und wenn man überlegt, wie viele Kätzchen ein Muttertier pro Jahr produzieren kann, wird einfach klar, wie wichtig es ist, denn „Hahn zuzudrehen“ um diesen Kreislauf zu unterbinden.  Kastration ist das magische Schlüsselwort und die Mitglieder und Verantwortlichen der LEGA PRO ANIMALE können nicht laut genug in die Welt schreien, dass nur Kastrieren möglichst vieler Tiere das Problem in Grenzen hält.

    Das LEGA PRO ANIMALE Team ist bereit auch weiterhin sein Bestes zu geben, aber dazu braucht es natürlich die finanziellen Mittel um die Kosten für diese „spay day’s“ zu decken.

    Wer helfen möchte:

    deutsche Steuerzahler, wenn Spendenquittung erwünscht:

    über den Deutschen Tierschbund e.V., Sparkasse Bonn:

    IBAN: DE 88 37050198 0000040444

    BIC: COLSDE33

    Mit dem Vermerk: Sterilisationszentrum Italien

     

    Oder direkt nach Italien: Banco Posta

    IBAN: IT 81 Q 07601 14900 000010973816

    BIC: BPPIITRRXXX

     

    HERZLICHEN DANK IM NAMEN ALLER KATZEN UND EIN SCHÖNES NEUES JAHR 2009

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    8° “SPAY DAY” DER LEGA PRO ANIMALE

     

    Die LEGA PRO ANIMALE in Castel Volturno/Italien hat am Freitag den 28.November 2008 zum 8° Mal einen “SPAY DAY“ (=ein Tag, an dem Leute Straßen-Katzen zum kostenlosen Kastrieren bringen können) abgehalten. Dieses Angebot ist sehr populär geworden und Katzenbetreuer aus der ganzen Region Kampaniens fangen streunende Katzen ein, um sie ins Sterilisationszentrum der LEGA PRO ANIMALE zu bringen.  Dieses Mal war es kein „Kastrations-Marathon“, obwohl das Ereignis durch einen Marathonlauf gesponsert wurde: Andrea Hunt aus England hat am „Great North Run Marathon“ teilgenommen. Sie ist 21 Kilometer gelaufen um auf die Arbeit der LEGA PRO ANMALE und der AISPA aufmerksam zu machen. Eine unglaubliche Anstrengung mit einem Riesenerfolg: Andrea ist es gelungen so viel Geld zu sammeln, dass wir den 8° Spay Day finanzieren konnten – TAUSEND DANK!

     

    116 Katzen (78 Weibchen und 48 Männchen) aus der ganzen Regien wurden unfruchtbar gemacht. Nachdem sie alle eine Nacht in den Räumlichkeiten der LEGA PRO ANIMALE verbracht hatten, wurden sie am Morgen nach dem Eingriff von den Betreuern abgeholt um wieder am Futterplatz freigelassen zu werden.

     

    Nur durch Flächen-abdeckende Kastrationen von frei lebenden Tieren kann man das Streunertum in den Griff bekommen. Hunde und Katzen sind sehr fruchtbar. Hunde, auch solche mit Besitzern, denen es aber erlaubt ist alleine „gassi“ zu gehen (und das ist leider die „normale“ Situation in Süditalien) haben 2 Würfe pro Jahr mit bis zu 12-15 Welpen in einem Wurf. Eine Kätzin kann bis zu 24 Kätzchen pro Jahr „produzieren“. Und dabei darf man nicht vergessen: im Alter von 5-6 Monaten können die weiblichen Tiere schon tragend sein. Wenn man sich dies vor Augen hält, ist es klar, dass  man hier so viele Tiere auf den Strassen sieht – lebendig, aber auch tot.

    Die LEGA PRO ANIMALE 

            ist ständig auf der Suche nach Sponsoren für weitere Kastrationstage dieser Art. Die Nachfrage ist sehr groß.

    Für weitere Informationen können Sie unsere Intersetseite besuchen:

    www.legaproanimale.de

    www.fondazionemondoanimale.com

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    INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT:

    7° SPAY DAY” =  131 STRASSENKATZEN KASTRIERT

    Tieraerzte und freiwillige Helfer aus verschiedenen Laendern (Deutschland, USA, England, Italien und Afrika) haben ueber 12 Stunden Fliessbandarbeit geleistet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 131 Katzen (93 weibliche und 38 maennliche), die permanent auf den Strassen der Region Kampanien in Sueditalien leben, wurden eingefangen und zum Sterilisationszentrum der LEGA PRO ANIMALE in  Castel Volturno gebracht, um kastriert zu werden. Die juengsten Tiere waren nur knapp 6 Wochen alt, das aelteste wurde auf ueber 10 Jahre geschaetzt. Alle Katzen wurden mit einem Mikrochip identifiziert (bei der LEGA PRO ANIMALE registriert) und mit der Taetowierung “SMC” neben der Bauchnaht bei Weibchen, aber auch auf der Innenseite des Ohres (bei beiden Geschlechtern) versehen. Ausserdem wurde in das andere Ohr ein „gruener Punkt“ taetowiert, der schon von weitem zu sehen ist und die Katzen als kastriert erkennen laesst.

    Nur dank solcher Massenkastrationen laesst sich das immense Strassenkatzenproblem in den Griff bekommten. Nimmt man an, dass alle 93 weibliche Katzen im folgenden Jahr ihre 2-3 Wuerfe gehabt haetten, waeren ungefaehr 1000 Kaetzchen (die dann niemand will!!) geboren worden. In dieser Rechnung wurde nicht beruecksichtigt, dass die Katzen schon 5-6 Monate nach der ihrer Geburt traechtig sein koennen……

    Die “spay days” der LEGA PRO ANIMALE sind mittlerweile sehr gefragt. Eigentlich muessten die Amtstieraerzte Strassenkatzen kostenlos kastrieren, aber das klappt, wie so vieles hier in Sueditalien, nicht immer. Die Katzenbetreuer haben bereits ueber 30 Katzen zum Fangen und Kastrieren angekuendigt und koennen nicht warten, bis wir den naechsten Kastrationstag ankuendigen. Und dieser wird stattfinden, sobald wir das Geld fuer diesen zusammen haben (circa Euro 2.000,00). Wer helfen moechte oder mehr ueber die Arbeit der LEGA PRO ANIMALE wissen will, braucht nur die home page www.legaproanimale.de oder www.fondazionemondoanimale.com besuchen.

    Dorothea Friz, DVM

    Praesident LEGA PRO ANIMALE

    Praesident FONDAZIONE MONDO ANIMALE

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    Ladispoli 23/24/25.06.2008 

    Im November 2005 in Ladispoli war es so kalt, dass ich fast erfroren wäre. Das war unser erster Einsatz dort. In 10 arbeitsamen Tagen haben wir 277 Katzen und 26 Hunde kastriert. Damals hat uns ein fähiger Amtstierarzt geholfen. Diesmal sind wir fast geschmolzen vor Hitze und die zuständige Dame der Gemeinde erwartete in nur 2 Tagen groesste Wunder. Und die haben wir zwei Tierärzte (Giuliano und ich, Dorothea), diesmal ohne Hilfe der Amtstieraerzte, aber mit unseren Freiwilligen Dora und Rosa und denen aus Ladispoli auch vollbracht:  In nur 3 Tagen haben wir 150 Katzen (92 weibliche und 58 männliche) und 10 Hündinnen kastriert! Und dabei ist der erste Tag gar nicht vollständig zu rechnen, da wir morgens erst angekommen sind und aufgebaut haben.

     

    Die Gemeinde von Ladispoli war nach 2 Jahren ohne Kastrationen wieder voll mit neuen Katzen und hat sich an uns erinnert. Wir haben zugesagt und nach tagelangen Vorbereitungen zuhause sind wir dann am Montag den 21. 6. um 4 Uhr morgens gestartet: mit unserer großen Ambulanz, in der wir auch operieren und das kleinere Fahrzeug zum Einfangen der Tiere. Beide Autos waren randvoll mit Fallen, Käfigen, Decken, Bettwäsche, Autoklaven und alles was wir so brauchen.

    Als wir nach 4 Stunden Fahrt mit viel Stau um Rom herum auf dem Grundstück des Zivilschutzes von Ladispoli ankamen, waren schon alle bereit und einige Katzen waren schon da zum Kastrieren. Auspacken, Einräumen und dann ging's los. Und so ging es dann weiter bis fast 22 Uhr und wir waren alle mehr tot als lebendig. Die Gemeinde hat nicht nur die notwendigen Medikamente und Materialien zur Verfügung gestellt, sie hat uns auch auf ihre Kosten in der Nähe untergebracht. Und am nächsten Morgen ging es gleich weiter. Am dritten Tag kamen weniger Katzen, aber 10 Hunde. Abends haben wir dann schon wieder zusammengepackt und alles verstaut. Am Donnerstag morgen sind die letzten Katzen freigelassen worden und die Betreuer haben alle Fallen und Käfige zurück gebracht und wir konnten wieder nach Hause fahren. Und wieder waren es 4 Stunden Fahrt mit unendlichem Stau um Rom herum und die Sonne immer von vorne – Sauna gratis!

    Aber alle sind wir zufrieden mit unserer Leistung. Viele der Kaetzinnen waren schon trächtig oder rollig und das Bewusstsein, dass nun 92 Katzen keine Kätzchen mehr erzeugen können, die dann von Autos auf dem Asphalt zerquetscht werden (wie das am 2. Abend ganz in unserer Nähe passiert ist, das Brüderchen ist um ein Haar demselben Schicksal entgangen und wurde kastriert und vermittelt), gibt einem die Kraft immer weitere Hoechstleistungen zu vollbringen.

    Ein großes Dankeschön der Anglo-Italian Society for the Protection of Animals, die nicht nur die beiden Einsatzfahrzeuge gesponsert hat, sondern die auch die Deckung der restlichen Kosten übernimmt (Tierarzt, Diesel, Autobahngebühren). 

     

    Zuhause angekommen wurde wieder alles ausgepackt, mit dem Dampfstrahler desinfiziert und wieder verstaut. Bis zum nächsten Mal und hoffentlich wird das bald sein. Die Gemeinde von Ladispoli hat eingesehen, dass es nicht reicht hin und wieder mal eine solche Aktion zu starten. Mindestens 2 Mal pro Jahr sollte eine Kontrolle durchgeführt werden, um die neuen noch nicht kastrierten Katzen einzufangen und zu kastrieren. Und das Beste überhaupt wäre, kostenlose Kastrationen für Besitzertiere anzubieten. Das kostet viel weniger, ist weniger kompliziert und verhindert, dass Tiere überhaupt auf der Strasse landen. Hier im Süden haben die meisten Haustiere die Möglichkeit ein und aus zu gehen, wie es ihnen gefällt. Wenn sie dann trächtig zurück kommen, werden sie „entsorgt“. Das Gleiche passiert mit unerwünschtem Nachwuchs, vor allem wenn er zu zahlreich ist und für die Jungtiere keine neuen Besitzer gefunden werden.

    Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und vor allem an Astrid, der Delegierten vom Zivilschutz in Ladispoli, die mit Argusauge darüber gewacht hat, dass auch alle Fallen und Käfige wieder zurück kommen.

     

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    LEGA PRO ANIMALE’S 

    5. SPAY DAY  

    Vielleicht war es die große Hitze die hier Ende Mai in Süditalien vorherrscht oder auch einfach die Oberflächlichkeit der Leute: über 50 Katzen, für die telefonisch ein Termin für die Kastration verabredet worden war, sind nicht erschienen. Rückrufe bei den Betreuern der Katzenkolonien brachten Licht ins Dunkle: einige der Tiere haben mal wieder nicht mitarbeiten wollen und sind einfach nicht in die Falle gegangen, aber ungefähr ein Drittel der Leute hat am Telefon glatt zugegeben, dass sie den Termin vergessen hätten. Unglaublich aber wahr. Und das, obwohl wir diese Operationen für Katzen, die auf der Strasse leben und von irgendwelchen Leuten gefüttert werden, kostenlos anbieten.

    Das Kastrationsteam der LEGA PRO ANIMALE konnte so am Freitag den 30. Mai etwas früher nach Hause gehen, aber dennoch waren sie erfolgreich. Die Tierärzte Dorothea, Gigi, Giuliano und Lorenzo mit den unermüdlichen freiwilligen Helfern aus aller Welt: Isabella, Teresa, Rosa und Mena (Italien), Teri und Genni (USA), Marianne (Belgien) und Dana (England) haben in perfekter Teamarbeit 79 Katzen unfruchtbar gemacht (56 Weibchen und 23 Männchen). Die meisten der weiblichen Tiere waren rollig oder früh trächtig und somit hat diese Aktion dem Streunertum in Süditalien mit all seinen Gefahren für Tiere und Menschen einen enormen Riegel vorgeschoben.

    Diesmal haben die Mitglieder der deutschen Nato-Einheit in Neapel diese Aktion finanziert. Frau Skodowski, Gattin des Brigadier General hat die Spende am Vortag überreicht. Und nicht genug damit: an 2 Wochenenden wird die deutsche Elitetruppe der Nato in unserem Zentrum die neuen Hundzwinger in Fertigbauweise errichten, die Dank einer großzügige Spende von einer schweizerischen Gönnerin angeschafft werden konnten.

    Im Namen aller italienischen Katzen und unserer Hunde ein großes

     „DANKESCHOEN“

    an alle Beteiligten.  

    Frau Skodowski, Gattin des Brigadier General hat die Spende am Vortag überreicht.

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    4. Kastrationstag für Strassenkatzen im Zentrum der

    LEGA PRO ANIMALE in Süditalien

    Damit es nicht wieder eine Non-stop-Fliessbandarbeit von über 14 Stunden werden würde, haben wir die Katzenbetreuer gebeten, das Einfangen zu koordinieren und es hat geklappt! Alle Leute, die eine Versabredung getroffen haben, sind erschienen (eine große Leistung hier in Süditalien!), aber nicht alle Katzen sind ihnen in die Falle gegangen. Der letzte OP-Tag war daher ein regelrechter „Spaziergang“, wenn wir an die 200 Katzen zurückdenken, die im Dezember 2007 an einem einzigen Tag vom Team der LEGA PRO ANIMALE kastriert worden sind.

    Am Freitag den 14. März 2008 sind also „nur“ 92 Tiere unfruchtbar gemacht worden (53 Weibchen, 39 Männchen). Wir waren dennoch mit unserer Leistung zufrieden. Nicht nur die Tierärzte Gigi, Lorenzo, Giuliano und Dorothea hatten alle Hände voll zu tun, auch die zahlreichen freiwilligen Helfer (Isabella, Dora, Teresa, Rosa, Enza,  Teri, Fraujke, Manon und Mena) waren ständig beschäftigt. Nachdem die Tiere narkotisiert waren, wurden sie mit einem Mikrochip identifiziert, sie bekamen eine Spritze mit Antibiotika und sie wurden auf kleinen Plastiktabletts angebunden und rasiert. Ab in den OP und nach dem letzten Hautstich ging es wieder zurück zu den Helfern: sie wurden abgebunden und zwischen angewärmten Deckchen in ihren Käfigen gelagert und diese mit großen Bettlaken abgedeckt. Teri hat dann auf sie aufgepasst, bis sie aufgewacht sind. Es lief wie am Schnürchen!

    Die Nachfrage nach solchen Aktionen ist riesengroß. Die Katzen kamen aus der gesamten Region von Kampanien, die meisten aus Neapel, eine sogar aus der Provinz von Avellino (ueber 100 km entfernt von unserem Zentrum) Eigentlich sollten die Veterinärämter in ganz Italien die Strassenkatzen kostenlos kastrieren, aber das funktioniert fast nirgends. Und wenn sie kastrieren, dann müssen die Betreuer sehr lange warten. Manchmal werfen die Weibchen 2-3 Mal bis sie schlussendlich unters Messer kommen.

    Wir würden gerne regelmassig einmal pro Monat einen Kastrationstag für Strassenkatzen anbieten – es fehlen aber die notwendigen finanziellen Mittel (das kostet jedes Mal ungefähr Euro 1.500,00), deshalb wir sind auf der Suche nach Sponsoren!

    Außerdem benötigen wir dringend:

         -   Bettwäsche (auch alt, zerrissen und bunt) für die OP-Pakete und zum

                      Abdecken der Käfige

    -      Decken, Handtücher, alte Vorhänge, abgetragene Kleidung, um die  

                  Tiere nach dem Eingriff warm und kuschelig zu halten

    BITTE HELFEN SIE!

    EIN KATZENPÄRCHEN KANN IN 10 JAHREN FAST 3 MILLIONEN ANDERE KATZEN ERZEUGEN (WENN MAN DIE NACHKOMMEN DER NACHKOMMEN DAZU RECHNET, UND DAS NUR BEI 3 WELPEN PRO WURF UND 2 WÜRFE PRO JAHR!)  

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    “KASTRATIONS-MARATHON”:
    DER 3° SPAY DAY DER LEGA PRO ANIMALE

     

    Schon Morgens um 7.30 stand das erste Auto vor dem Tor mit 10 Katzen in Fallen. Und so ging es weiter. Am Freitag den 14. Dezember 2007 erinnerte die Tierklinik des STERILISATIONSZENTRUMS FÜR HUNDE UND KATZEN DER LEGA PRO ANIMALE in Castel Volturno in Süditalien mehr an einen Markt mit einem Sonderangebot als an einen Empfangsraum: Katzenboxen, Fallen, Vogel- und Kaninchenkäfige und sogar Plastiksäcke waren angefüllt mit Katzen. Schreiende und lärmende Leute, die alle behaupteten als erste gekommen zu sein. Die Käfige türmten sich und es kamen mehr und mehr Menschen mit Katzen. Und wir dachten, dass der Streik der Lastwagenfahrer und die Knappheit des Benzins an den Tankstellen unseren 3° Spay Day zum Flop machen würden und wir mit nur wenig Tieren blieben. Aber es kam anders, wie gesagt: um 12.30 mussten wir weitere Leute mit Katzen abweisen, was nicht immer ohne Diskussionen gelang.  

         

    Während am 1. Spay Day im Juli 72 Tiere kastriert wurden (am 2. dann 74), sind während des 3° SPAY DAYS sage und schreibe 195 Tiere (130 weibliche und 65 männliche) unfruchtbar gemacht worden. Eine außerordentliche Leistung: die Tierärzte und freiwilligen Helfer (aus Italien, Deutschland und England) haben 14 Stunden „non stop“ Katzen in Narkose gelegt, sie mit einem Chip versehen, sie registriert, sie angebunden und rasiert, sie kastriert und sie dann zwischen warmen Deckchen in ihre Käfige gelagert. Von 8 Uhr morgens bis 10.30 am Abend ging das so fort mit nur einer halben Stunde für ein schnelles Mittagessen.  Unglaublich, dass keiner dabei aus Erschöpfung umgefallen ist. Und alle waren zu Recht stolz auf ihre Leistung.  

            

    Die Katzenbetreuer kamen aus der gesamten Region Kampanien mit den eingefangenen Katzen, um sie an diesem Tag bei der Lega Pro Animale kastrieren zu lassen. Diese Sonderaktion ist durch Flugzettel, Poster, durch die lokalen Zeitungen und durch die italienischen home pages der LEGA PRO ANIMALE und der FONDAZIONE MONDO ANIMALE angekündigt worden.  

           

    Die Tiere wurden in ihren Käfigen eine Nacht lang in den Räumen des Sterilisationszentrums gehalten, wurden am nächsten Morgen wieder von ihren Betreuern abgeholt, um sie wieder in die Freiheit zu entlassen. Ein besonderes Abenteuer erlebten wir am Samstag in der Frühe: eine Wildkatze hat sich aus ihrem (beschädigten und mit Klebeband „reparierten“) Käfig befreien können und wir hatten einige Mühe das wilde Tier zwischen den anderen Käfigen wieder einzufangen und in einem sicheren Behältnis zu verschließen. Nach dieser Episode konnten wir mit der Rückgabe der Tiere anfangen, die der Annahme des Vortages sehr ähnelte und sehr lautstark war.     

            

    Das Kastrieren von Strassenkatzen ist in Italien eigentlich eine Aufgabe der Amtstierärzte: sie müssen laut Gesetz (das vor 16 Jahren!!! verabschiedet worden ist) in Zusammenarbeit mit den Betreuern der Kolonien die Tiere einfangen und kostenlos kastrieren, bevor sie wieder am Fangort ausgesetzt werden. Aber was in Italien auf dem Papier steht und was dann in der Realität passiert sind 2 Paar verschiedene Stiefel. In vielen Orten wird überhaupt noch nicht kastriert und da, wo man damit angefangen hat, sind die Wartezeiten so lange, dass die Tiere 2 Mal werfen, bevor sie operiert werden. So wird die magische Grenze von 70 % nie erreicht. Denn erst dann, wenn wenigstens 70 % aller Tiere (Streuner und Privattiere) kastriert sind, wird sich die Gesamtanzahl der Tiere auf der Strasse verringern. Und solange der „Hahn voll offen ist“, werden immer so viele Tiere auf der Strassen zu finden sein, wie die „Holding capacity“ erlaubt. Das heißt, die Möglichkeit für die Tiere Futter, Wasser und Unterschlupf zu finden, bestimmt die Anzahl der frei lebenden Tiere in einem bestimmten Gebiet. Ja und der Müll hier erlaubt sehr vielen Katzen (und Hunden) zu überleben. Aber trotz alledem sterben tausende und abertausende, die das Unglück hatten geboren zu werden: unter Autos, ertränkt, erschlagen, in einem Plastiksack erstickt, lebendig vergraben……. Wir haben ausgerechnet, dass ein Katzenpärchen mit ihren Nachkommen in nur 10 Jahren fast 3 Millionen andere Katzen erzeugen kann. Und wir haben nur 2 Würfe pro Jahr gerechnet, 3 Katzchen pro Wurf, die Hälfte weiblich und die andere männlich. Rechnen Sie es einfach nach, wenn Sie das nicht glauben. Die Tiere, die wir buchstäblich mit unseren eigenen Augen sehen ist nur ein winziger Teil von denen, die geboren werden und sterben.  

            

    Und Tiere auf der Strasse verursachen Unfälle und können Menschen mit Krankheiten anstecken. Sollte es nicht Aufgabe jeder Regierung sein, dieses Problem in Griff zu bekommen, um Menschen zu schützen und vor allem um Geld zu sparen? Und: Italien lebt vom Tourismus und es sind so viele Menschen, die dieses so schöne Land besuchen, sich aber über das Elend auf den Strassen beschweren: ausgemergelte Katzen, verschnupfte Kätzchen, manchmal blind, die im Müll nach Futter suchen. Vereintes Europa 2008! Schreiben Sie an die Europäische Union und verlangen Sie eine Änderung dieser Szene, die auch in allen anderen Mittelmeerländern und den Ostländern anzutreffen ist.  

            

    Die Tierärztin Dorothea Friz, Präsidentin und Gründerin des gemeinnützigen italienischen Tierschutzvereines LEGA PRO ANIMALE, kämpft weiterhin für die Verbesserung dieser Zustände in Italien und hofft auf Unterstützung von Seiten der Bevölkerung in aller Welt. Es wäre ideal, über die finanziellen Mittel zu verfügen, einmal pro Monat einen „Spay Day“ anbieten zu können. Das nächste Mal aber mit einer begrenzten Anzahl von Tieren und mit Voranmeldung (immer in der Hoffnung, dass die Tiere sich an diese Verabredungen halten!).  

                 

    Leute, die in der Gegend von Neapel leben und Strassenkatzen füttern, können sich an die LPA wenden (Tel: 0823-859552 Montag bis Donnerstag 15-18 Uhr oder Samstag 10-18 Uhr oder legaproanimale@tin.it) um weitere Auskünfte zu erhalten. Besuchen Sie auch regelmässig unsere home pages: www.legaproanimale.de und www.fondazionemondoanimale.com.

     

    In Italien: 

    brauchen wir dringend: alte Bettlaken (auch gemustert und farbig), Decken, Handtücher, alte Wollpullover und natürlich Geldspenden:

    Conto corrente postale: 10973816 LEGA PRO ANIMALE

    Oder (immer mit dem Vermerk „für LEGA PRO ANIMALE“)

    von Deutschland aus: 

    Deutscher Tierschutzbund e.V. ; Sparkasse Bonn, Ktn. 40444, BLZ 37050198

    aus der Schweiz: Schweizer Gesellschaft für Tierschutz, Postscheckkonto: 80-5540-4

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    DIE TREMITI INSELN UND DIE STRASSENKATZEN…..

    Die Tierschutzorganisation LEAL, mit Hauptsitz in Mailand, hat uns kontaktiert und angefragt, ob wir nicht auch die Straßenkatzen auf den Tremiti Inseln kastrieren könnten. Mit Mitgliedern dieser Organisation hatten wir schon bestens in Civitavecchia zusammengearbeitet. Sie wollten auch die Kosten für die Überfahrt der Fahrzeuge und Unterkunft und Verpflegung des LEGA RPO ANIMALE Teams übernehmen. Ich habe zugesagt und am 4. Oktober 2007 um 03.30 in der Früh starteten wir von Castel Volturno zu den Tremiti Inseln. Es handelt sich um 5 Inseln, von denen nur 2 bewohnt sind, die sich westlich vom Gargano befinden und zur Region Apulien gehören. Die Inseln leben hauptsächlich vom Tourismus und nur wenige Personen bleiben ganzjährig dort (darunter kein einziger Tierarzt!) und wahrscheinlich ist die Anzahl der Strassenkatzen im Winter höher als die der menschlichen Bewohner: Katzen überall, eine Katzenfamilie um fast jeden einzelnen Abfallcontainer. Und wie so oft in Gebieten mit Touristen spielt die Natur ihre gnadenlose Streiche: im Sommer finden die Tiere einen reich gedeckten Tisch, die Geburtenrate steigt immens an. Im Winter verhungert ein großer Teil dieser Tiere. Bewohner der Insel haben uns dann noch erzählt, dass die Seemoeven ihren Teil dazu beitragen, dass die Katzenschwemme nicht überhand nimmt: sie stürzen vom Himmel und holen sich die Kätzchen um sie zu zerreißen und zu fressen. Eine der vielen Gründe, die den Präsidenten der LEAL veranlasst hat den Buergermeister von der Kastrationsaktion zu überzeugen. Unser Kastrationsmobil darf nur dann in Aktion treten (auch wenn wir unseren Service kostenlos anbieten!), wenn der Buergermeister per Gemeinderatsbeschluss schriftlich anordnet, dass unsere Tierambulanz für diesen Zweck in seiner Gemeinde benutzt werden darf. Italien hat ein neues Gesetz erlassen, welches mobile Tierpraxen verbietet. Aus diesem Grunde sind wir im Jahre 2007 noch nicht sehr oft unterwegs gewesen. Die Buergermeister trauen sich nicht, gegen das Gesetz zu entscheiden, auch wenn unser Einsatz das Problem mit Strassentieren in ihrer Gemeinde lösen würde.

     

    Nach fast 4 Stunden Fahrt haben wir dann unsere große Tierambulanz und ein kleineres Fahrzeug zum Einfangen der Tiere bestimmt, auf die Fähre in Termoli eingeschifft und nach circa 1 1\2 Stunden sind wir auf der Insel San Domino angekommen. Ein Gemeinderat hat uns erwartet und uns zu einem Gebäude der Gemeinde gebracht, welches wir für unsere Arbeit verwenden konnten. Hier werden die Katzen in Narkose gelegt, für die Operation vorbereitet, die dann im Kastrationsmobil ausgeführt wird. Hier können die Tiere nach dem Eingriff auch in Einzelkaefigen mit warmen Deckchen für eine Nacht  ihren Narkoserausch ausschlafen. Am nächsten Morgen werden sie dann wieder in die Freiheit entlassen.

     

    Normalerweise übernimmt das Team der LEGA PRO ANIMALE nur die chirurgische Versorgung der Tiere. Auf den Tremiti Inseln erwartet uns die große Überraschung: wir mussten auch das Einfangen und Wiederaussetzen der Tiere übernehmen, die Nachsorge, das Reinigen der Käfige, einfach alles. Gott sei Dank waren außer den 2 Tierärzten der LEGA (Dorothea Friz und Giuliano Santamaria) auch noch 2 freiwillige Helfer dabei: Dora und Ambra. Ein anderes Problem: die Bevölkerung war nicht auf unsere Arbeit vorbereitet. Wir wussten gar nicht, wo und wie wir anfangen sollten. Die Besitzerin des Hotels schenkte und seine Landkarte der Insel und ich machte mich mit Ambra auf, um die Insel zu erforschen. Schon am ersten Müllcontainer befanden sich Katzen und wir wollten die Fallen aufstellen. Ein Herr kam aus einer Villa und fing an zu schimpfen, dass in dieser Welt wohl Geld ausgegeben wird für Tiere (auf unser Fangauto weisend, welches von der AISPA in England gesponsert ist und das ist auf dem Auto aufgedruckt!) wo doch so viele Kinder hungern würden. Ich fragte ihn, was er denn für Kinder mache und erklärte, dass ich nun mal Tierarzt bin und mit diesem Beruf nicht viel für Kinder tun könne. Zum anderen versuchte ich zu erklären, dass es auch den Menschen zugute kommt, wenn keine Strassentiere mehr im Müll wühlen würden. Und wir haben die Fallen aufgestellt und sind weggefahren. Nach einer Stunde haben wir die Fallen geschlossen gefunden, ohne Katzen darinnen. Vermutlich hat dieser nette Herr die eingefangenen Katzen befreit. Das ist auch an anderlei Orten der Insel passiert und 2 der teuren Fallen sind einfach gestohlen worden. Trotzdem dieser Zwischenfälle war die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung relative gut und einige der Insulaner hat uns erlaubt, die Fallen im eigenen Garten aufzubauen, damit die Leute das Einfangen nicht stören konnten.

     

    Am 2. Tag hat der Autoklav, der unermüdlich arbeiten musste, um unsere chirurgischen Instrumente und die Abdecktuecher (aus alten Bettlaken!) zu sterilisieren, seinen Geist aufgegeben. Schuld waren vermutlich die schwankenden Stromverhaeltnisse auf der Insel. Zwei andere freiwillige Helfer der LEGA PRO ANIMALE haben sich mit 2 weiteren Autoklaven von Castel Volturno auf den Weg nach Termoli gemacht, sie auf der Fähre deponiert und am nächsten Morgen konnten wir mit allen unseren Energien wieder unsere Arbeit aufnehmen.

     

    Zum richtigen Abenteuer wurde dann das Einfangen der Katzen auf der anderen Insel San Nicola. Alle 2 Stunden und nur bis 14.00 Uhr befördert ein kleines offenes Schiff Leute und Güter von einer Insel zur anderen und wieder zurück. Die Überfahrt dauert etwas 10 Minuten. Am 3. Tag unseres Aufenthaltes, um 8 Uhr morgens haben wir alle 45 Fallen auf das Schiff verladen und auf der anderlei Insel ans Ufer gesetzt. Zum Glück haben alle Fahrgäste und Arbeiter im Hafen geholfen. Nur der Besitzer des Schiffes war offensichtlich nicht gerade angetan von unserem Tun. Er erwiderte nie unseren morgendlichen Gruß und kein Lächeln entrang sich seinen Lippen. Seltsamerweise war er ein Mitglied des Gemeinderates und hätte froh und dankbar sein sollen über unseren Einsatz. Haben wir nicht einen enormen Beitrag geleistet, die allgemeine Gesundheit auf der Insel zu verbessern? Auf die Inseln kommen tausende von Touristen und nicht alle der Tiere waren gesund. 3 Tierschutzorganisationen sind für die Kosten der Aktion aufgekommen, darunter eine aus England (The Anglo-Italian Society for the Protection of Animals = AISPA)……..

    Am nächsten Tag haben wir die operierten Katzen wieder eingeschifft und auf ihre Insel San Nicola zurück gebracht. Esterina, eine Katzenbetreuerin hatte dort in der Nacht die anderen Tiere zum Kastrieren eingefangen. Fliegender Wechsel von Käfigen und Fallen und zurück zur Insel San Dominio. Zu allem Überfluss hat es auch noch angefangen zu regnen: Katzen und freiwillige Helfer waren nass bis auf die Haut.

     

    Das Resultat kann sich sehen lassen. Trotz all dieser Schwierigkeiten haben wir 179 Katzen auf der Insel San Dominio eingefangen und 49 auf San Nicola. Eine ältere Katze musste human erlöst werden, ein riesiger Tumor hatte schon den halben Kopf des armen Tieres zerstört. Ein blindes Kätzchen wurde von Dora, einer unserer freiwilligen Helfer adoptiert. Eine weitere rote weibliche Katze hatte große haarlose Stellen und wir haben sie nicht wieder aussetzen wollen und nach Castel Volturno verbracht. 

                       

    Alter  

    weiblich  

    männlich  

    0-4 Monate  

    27  

    20  

    5-12 Monate  

    18  

    21  

    1-3 Jahre  

    36   

    26  

    4-7 Jahre  

    27  

    29  

    über 8 Jahre  

    10  

    14  

    total  

    118  

    110  

    Alle anderen Katzen (225), einschließlich der vielen Kätzchen im Alter unter 4 Monaten, sind nach der Kastration am nächsten Tag wieder ausgesetzt worden. 5 Katzen auf San Nicola und circa 15 auf San Dominio haben sich erfolgreich unserer Aktion entzogen.  Einige der Besitzer von Katzen haben erklärt, dass man ja nicht alle Tiere kastrieren könne und ihre eigenen Tiere würden dafür sorgen, dass die Katzen auf den Inseln nicht aussterben! Trotzdem wäre es ratsam im Frühling eine Kontrollwoche einzuplanen. Alle kastrierten Katzen haben einen gruennen Taetowierungspunkt im Ohr und wir hoffen, den Rest der Tiere einzufangen zu können. Vielleicht ist dann auch der Rest der Inselbewohner davon überzeugt, dass kastrierte Tiere einfach gesünder leben und bessere Chancen haben.

        

           

     
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    2. Straßenkatzenkastrationstag bei der 

    LEGA PRO ANIMALE im September 2007

    Ein weiteres Mal ein Erfolg: Das Team der LEGA PRO ANIMALE und Freiwillige (aus Italien, England und Deutschland) haben während dem „spay day“, dem Kastrationstag für Straßenkatzen 74 Tiere kastriert. 54 weibliche und 20 männliche Katzen wurden von Personen eingefangen und ins Zentrum gebracht, die die Tiere vor ihrem Hause oder in Parks füttern. Das vorhergehende Mal im Juli wurden insgesamt 72 Katzen kastriert. 

    Obwohl diese Aktion dieses Mal nur kurzfristig angekündigt wurde, war der Andrang sehr hoch; was bedeutet, dass die Anfrage enorm ist. Alle Betreuer von Katzenkolonien sind glücklich über das Angebot der LEGA PRO ANIMALE. Gewöhnlich wohnen sie in Gegenden wo das Veterinäramt immer noch nicht angefangen hat kostenlose Kastrationen für Straßentiere anzubieten, obwohl dies schon seit 1991 per Gesetzt vorgeschrieben ist. Andere haben sehr lange Wartezeiten für den Eingriff und es kann vorkommen, dass die Kätzin in der Zwischenzeit schon wieder Junge auf die Welt gebracht hat.

    Das Streunertum der Katzen (und vor allem das der Hunde) ist ein großes Problem für die öffentliche Sicherheit und Gesundheit und verursacht außerordentlich hohe Kosten. Es sollte ein wichtiges Anliegen der Zuständigen sein, dieses Problem in kurzer Zeit zu verringern. Nur durch Kastrationen ist es  möglich den „Hahn zuzudrehen“ und neue Geburten zu verhindern, aber es muss in kurzer Zeit 70% der Population erreicht werden um ein sichtbares Resultat zu erreichen.

    Dorothea Friz, Präsidentin und Gründerin der Tierschutzorganisation LEGA PRO ANIMALE, die sich der Beendigung des Streunertums verschrieben hat, hat vor monatlich einen kostenlosen Kastrationstag für Streuner anzubieten. 

    Personen, die Straßenkatzen füttern, können die LEGA PRO ANIMALE für weitere Informationen kontaktieren (Tel.: 0039- 0823- 859552 von Mo.- Do. von 15.00- 18.00). 

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    WIR HABEN MAL WIEDER ZUGESCHLAGEN ....

    Am Freitag, den 6. Juli hat die 1. Sonderkastrationsaktion für Strassenkatzen im Zentrum der LEGA PRO ANIMALE stattgefunden und ist mit einem großen Erfolg abgeschlossen worden:

    Katzenbetreuer aus der gesamten Region Kampanien haben über 70 Katzen in den Strassen eingefangen, um sie an diesem Tag bei der Lega Pro Animale kastrieren zu lassen. Diese Sonderaktion ist durch Flugzettel, Poster, durch die lokalen Zeitungen und durch die italienischen home pages der LEGA PRO ANIMALE und der FONDAZIONE MONDO ANIMALE angekündigt worden.

    Am Freitagmorgen ging es hoch her in der Klinik: die Katzen wurden in Käfigen und Fallen abgegeben und es wurden die Daten der Betreuer registriert. Der gesamte Tag wurde der Kastration dieser Strassenkatzen gewidmet. Die vollzählige Belegschaft der Lega war höchst aktiv (3 Tierärzte, 2 Assistenten und 4 freiwillige Helfer). Die Tiere wurden in ihren Käfigen eine Nacht lang in den Räumen des Sterilisationszentrums gehalten, wurden am Samstagmorgen wieder von ihren Betreuern abgeholt, um sie wieder in die Freiheit zu entlassen. 

    Die Gründerin und Präsidentin der LEGA PRO ANIMALE (Sterilisationszentrum für Hunde und Katzen in Castel Volturno/Süditalien), die deutsche Tierärztin Dorothea Friz, hat mit  den Ergebnissen ihrer langjährigen Arbeit nachgewiesen, dass das Strassentierproblem ein lösbares Problem ist, wenn man die Geburtenrate drastisch drosselt. Die “Produktion” von Welpen muss sich nach der Nachfrage der Personen richten, die einen Hund oder eine Katze für ein ganzes Leben in ihrer Familie aufnehmen möchten. Wenn man zuviel von einer “Ware” (= Hunde und Katzen) “produziert”, verliert sie an Wert und wird zur “Wegwerfware” (die Tiere werden ausgesetzt, in “Tierheimen” angesammelt, usw.).

    Durch die finanzielle Hilfe einer Touristin aus der Schweiz war es überhaupt möglich, eine solche Aktion zu starten. Die Dame hat verschiedene Orte in der Region Campanien besucht und war entsetzt über die vielen kranken Katzen und Kätzchen, viele blind, die überall im Müll auf den Strassen nach etwas Essbarem suchten. Spontan hat sie sich bereit erklärt, ihren Beitrag zu leisten, damit diese Grausamkeit aufhört.

    Die LEGA PRO ANIMALE hofft auch in Zukunft auf finanzielle Unterstützung. Es wäre wunderbar wenn man regelmäßig einmal pro Monat eine solche Massenkastration kostenlos anbieten könnte. Eigentlich sollten die Amtstierärzte diese Arbeit erledigen, aber nur selten wird überhaupt operiert und wenn, dann nur an viel zu wenigen Tieren. “Nur ein paar Katzen pro Woche” kastrieren wird niemals die Gesamtanzahl in einer Kolonie verringern, man muss über 70 % aller Tiere in einem Gebiet unfruchtbar machen, Strassentiere und vor allem Privattiere (die eigentliche Ursache des Streunertums), damit man einen Erfolg sieht.

    Castel Volturno, im Juli 2007

    Dorothea Friz

       2Katzenkastrationsaktion060707-1.jpg (44527 Byte)   3Katzenkastrationsaktion060707-2.jpg (33777 Byte)   4Katzenkastrationsaktion060707-4.jpg (50514 Byte)   5Katzenkastrationsaktion060707-5.jpg (46323 Byte)
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    Erfolgreiches Kastrationsprojekt: 200 Privathunde kostenlos kastriert!

    Im November 2006 fand eine bisher einmalige Kastrationsaktion statt.
    200 Privathunde wurden in unserer Klinik kastriert.

    Die Erfahrungen die Dorothea Friz durch ihre jahrzehntelange und sehr harte Arbeit in Süditaliens Straßen macht, zeigen mehr und mehr auf, dass das alleinige Kastrieren der Straßentiere die Problematik der herrenlosen Tiere in Süd- und Osteuropas Straßen nicht lösen kann. Denn der überwiegende Teil der Tiere, die sich auf der Straße finden, wurden ausgesetzt. Es gehört leider immer noch zum Alltag, dass der Besitzer einer Hündin den überflüssigen Nachwuchs zweimal im Jahr aussetzt, oder auf andere Weise entsorgt.

    Um das Problem an der Wurzel zu packen, muss also bei den Privattieren angesetzt werden.

    Durch Aufklärung der Bevölkerung, durch Registrierung mittels Microchip und durch Kastration. Es zeigt sich aber leider auch, dass ein großer Teil der Bevölkerung die üblichen Preise für Kastrationen nicht bezahlen kann, oder will.

    So wurden die angebotenen kostenlosen Kastrationen sehr gerne angenommen. Es fand ein regelrechter Ansturm auf die Klinik statt. Ein nicht einfach zu bewältigendes Arbeitspensum, fanden doch neben dieser Aktion ganz regulär auch die üblichen Kastrationen von Straßentieren statt.

     

    Doro und Nina
    Doro und Nina

    Giuliano
    Giuliano

    Die Hunde wurden nicht nur kastriert, sondern einer gründlichen Allgemeinuntersuchung unterzogen, die Besitzer über evtl. vorhandene Krankheiten und Parasiten aufgeklärt. Alle bis dahin noch nicht gechipten Hunde, und das war bei den meisten der Fall, wurden außerdem mit einem Microchip versehen und registriert.

    Alleine die vielen, vielen Welpen, denen  ein nicht lebenswertes Leben erspart worden ist, machen diese Aktion wiederholenswert. Auch, dass die zufriedenen Besitzer nun die Vorteile der Kastration erkennen werden und sich so das Kastrieren hoffentlich mehr und mehr durchsetzen wird, macht uns zuversichtlich. Die immer noch anhaltende Nachfrage nach den kostenlosen Kastrationen bestätigt uns, in diesem Jahr eine Fortsetzung dieses Projektes zu planen.

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  Stand: 01. ottobre 2012